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03.2019 VANESSA

Warum wir mehr Mädels in der IT brauchen


Wenn du dir einen typischen IT-ler vorstellst, an wen denkst du da? Denkst du an einen ewigen Junggesellen mit Hornbrille und Pollunder, der im Keller seiner Eltern wohnt? Oder an einen bärtigen Hipster, der mit Fahrrad und MacBook das nächste Starbucks unsicher macht? Egal, wen du dir jetzt vorgestellt hast: Statistisch betrachtet hast du wahrscheinlich einen männlichen Programmierer vor deinem inneren Auge gesehen.

Du bist nicht die Einzige, der es so geht, denn aktuell sind bundesweit nur etwa 17 % aller IT-Studierenden oder -Auszubildenden weiblich. Diese Zahl ist schon eine echte Verbesserung gegenüber den 9 % von vor wenigen Jahren, aber da wundert es einen nicht, dass informatische Berufe immer noch als Männerdomäne gelten.

Dabei haben wir Mädels diese Disziplin erst gegründet: Die britische Mathematikerin Ada Lovelace gilt in weiten Kreisen als erste Programmiererin. In den 80er Jahren war das Programmieren ein typischer Frauen-Job. Pionierinnen wie Grace Hopper arbeiteten an bahnbrechenden Projekten wie dem ersten vollelektronischen Rechner.

„… aktuell sind bundesweit nur etwa 17 % aller IT-Studierenden oder -Auszubildenden weiblich.“

Seitdem haben Kollegen aller Geschlechter immer wieder neu definiert, was mit Code und Hardware möglich ist. Meine Eltern sind noch mit Scheibentelefon groß geworden, aber ich kann mir heute einen Alltag ohne Smartphone, 4G und Apps von A bis Z nicht mehr vorstellen.

Du kannst es Innovation, Entwicklung oder Evolution nennen, aber eigentlich geht es ja immer um eines: Einen neuen Blickwinkel einnehmen, um alte und neue Probleme für alle zu lösen. Ich finde dafür braucht man auch immer unterschiedliche Perspektiven und jeder Mensch, egal welchen Geschlechts, bringt seine eigenen Erfahrungen mit.

Ich glaube auch nicht, dass Frauen oder Männer von Natur aus die „besseren“ Programmierer sind, denn jedes Mitglied eines Teams hat seine ganz persönlichen Fähigkeiten. Viele Mädels bringen aus ihrem Privatleben schon Soft Skills mit, die sie zu einer echten Bereicherung in jedem Projektteam machen. Kerle dagegen werden, unabhängig ihrer Fähigkeiten, bei gleicher Leistung in vielen Kulturen als kompetenter und vertrauensvoller wahrgenommen – was ihr als diverses Team für euch nutzen könnt!

Letzten Endes muss jeder Neuankömmling in der Welt der Fachinformatik oder Informationstechnik sich seine Expertise von Null an aneignen – wir alle fangen mal ganz von vorne an. Ob du dich auf eine Ausbildung in die Fachinformatik bewirbst, oder du per dualem Studium in die Wirtschaftsinformatik einsteigen möchtest; im Team lässt sich jedes Ziel einfacher erreichen.

Und dass wir momentan 12 starke Azubinen im Team Informationstechnik sind, ist aus meiner Sicht auch ein Plus!
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